Treppen

Gemeinsam mit dem Treppenspezialist können Sie den optimalen Grundriss für Ihre Treppe nach Ihren eigenen Bedürfnissen bestimmen.

Dazu gehört die Form der Treppe, die Breite der Stufen sowie das Steigungsverhältnis.

In Deutschland beträgt die minimale Laufbreite für Wohnungstreppen 80 cm.

Die Stufenanzahl orientiert sich an der vorgegebenen Höhe der Stockwerke, meist sind das 14-16 Stufen (incl. Austrittstufe).

Denken Sie daran: Mit dem Treppengrundriss legen Sie fest, wie bequem und sicher Sie sich zwischen den einzelnen Wohnebenen bewegen.

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Maße und Mindestanforderungen

Eine “notwendige Treppe”

Eine “notwendige Treppe” ist eine Treppe, die zu Aufenthaltsräumen führt, d.h. zu Wohn- und Schlafräumen, Küchen und Arbeitsräumen.

Die Treppe zu diesen Räumen dient insbesondere im Brandfall als Flucht- und Rettungsweg. Deshalb müssen hier die gesetzlich vorgegebenen Mindestbedingungen unbedingt eingehalten werden.

Eine zusätzliche Treppe

Gibt es in einem Wohnhaus bereits ein Treppenhaus mit den notwendigen Mindestmaßen, so können die einzelnen Wohnebenen auch mit einer kleineren Treppe zusätzlich verbunden werden.

Steil-, Mini- oder Sambatreppen sind Treppen, die sehr platzsparend sind, aber auch schwieriger begehbar als eine normale Wohnungstreppe. Daher sind sie nur zu einem Geschoss mit Abstellräumen, z.B. einem Dachboden erlaubt.

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Treppenformen

Podesttreppen

wirken großzügig und schaffen eine offene Atmosphäre. Allerdings besteht nachweislich bei Podesten auch eine erhöhte Sturzgefahr. Gründe dafür sind vermutlich eine Änderung des Gehrhythmus und die fehlende Erkennbarkeit eines Podestes.
Daher sollte eine Podesttreppe gut geplant werden und folgende Kriterien berücksichtigen:
- Ein gleichmäßiger Geländerverlauf
- Gute Erkennbarkeit des Podestes durch z.B. geschickte Anordnung des Holzverlaufes oder unterschiedliche Farbgebung (im Vergleich zu den Treppenstufen)
- Vermeidung von einzelnen Stufen im Podestverlauf (unnötige Stolperstellen).

Viertelgewendelte Treppen

Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten bietet die viertelgewendelte Treppe. Sie ist eine Kombination aus gerader und gewendelter Treppe, ist flexibel in der Planung und spart Platz.
Die Wendelung kann dabei im Antritt oder im Austritt liegen. Wichtig ist dabei jedoch, auf eine fachgerechte Verziehung der gewendelten Stufen zu achten, um einen bequemen Gehrhythmus zu gewährleisten (spitze Stufen sind gefährlich und baurechtlich verboten).

Halbgewendelte Treppen

Halbgewendelte bzw. Zweiviertelgewendelte Treppen sind platzsparend und lassen sich gut begehen.
Sie sollten symmetrisch geplant werden, das heißt im Antritt und Austritt gleich tief sein (das erleichtert auch das Herstellen der Decke). Besonders platzsparend sind ganz tiefe oder ganz breite Grundrisse.
Auch hierbei ist die fachgerechte Verziehung sehr wichtig.

Spindeltreppen

Der Vorteil von Spindeltreppen liegt in ihrer gestalterischen Vielfalt und ihrer konstruktiven Vielseitigkeit.
Ihre Drehung, Steigung und Austritt-Ebenen (Podeste) können für jede bauliche Situation individuell konstruiert werden.
Besonders spektakulär wirkt die Spindeltreppe, wenn ihre Konstruktion in voller Höhe sichtbar bleibt.
Als „notwendige Treppe“ (einziger Zugang) muss eine Spindeltreppe eine nutzbare Laufbreite von mindestens 80 cm vorweisen – unabhängig von der Konstruktion.
Der Mindest-Innendurchmesser für diese Treppe errechnet sich wie folgt: 80 cm Laufbreite + Spindeldurchmesser + 80 cm Laufbreite
Wird eine Spindeltreppe als zusätzliche Treppe geplant, so kann der Innendurchmesser auch kleiner sein.
Dies erschwert jedoch ihre Begehbarkeit und den Transport von Gegenständen.

Geradläufige Treppen

Die gerade Treppe ist eine schlichte und klare Konstruktion, die besonders in grosszügigen Räumen zur Wirkung kommt.
Die Treppenausstattung kann individuell gewählt werden und entweder dezent ausfallen oder aber besondere Akzente setzen.

Bogentreppen und Polygonaltreppen

Bogenförmige Treppen (vom tiefen U bis zum breiten Bogen) setzen großes planerisches und handwerkliches Können voraus.
Sie eignen sich besonders dort, wo viel Platz für eine eindrucksvolle Gestaltung eingeplant werden kann.
Eine gleichmässige Verziehung der Treppenführung ist sowohl für den Gehrhythmus als auch für die Optik wichtig.