Holzhäuser

Ein Haus in Holzkonstruktion birgt eine ganze Reihe von ökonomischen Vorzügen:

  • geringes Gewicht, dadurch geringere Fundamentierungskosten
  • kurze, jahreszeitlich unabhängige Bauzeit, also geringere Zwischenfinanzierungskosten
  • hoher Wärmeschutz, also geringere Heizkosten

 

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Holz findet seine Anwendung als Baumaterial schon seit Jahrhunderten.

Wo früher noch das Wissen und das Geschick des Baumeisters den Einsatz der Holzbauteile bestimmte und damit dem Holzbau eine lange Tradition bewahrte, so bestimmen heute Standsicherheiten, Gebrauchsfähigkeiten und Nutzungsart den Einsatz unserer Produkte.

Neben den statischen Anforderungen sind vor allem auch Funktionen wie Schallschutz, Brandschutz und Wärmeschutz zu erfüllen. Aber auch Ästhetik und Ökologie spielen eine wichtige Rolle.


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Wesentliche Merkmale der Holzoptik sind auftretende Risse. Obwohl diese in den meisten Fällen (Trockenrisse) keine Auswirkung auf die statische Tragfähigkeit haben, so sind sie doch oft Gegenstand von Reklamationen. Planer und Bauherren nutzen sichtbare Holzbauteile als gestalterisches Element. Folglich sehen sie zu große Risse als optischen Mangel an.

Entscheidend für die Reduzierung der zu erwartenden Trockenrisse ist neben der technischen Trocknung vor allem die Einschnittart. Ein mindestens herzgetrennter Einschnitt ist heute Stand der Technik.

Untersuchungen an reklamierten Bauschäden haben ergeben, dass zu hohe Holzfeuchten für viele der bemängelten Bauschäden verantwortlich sind.


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Daher gilt prinzipiell:

    • Holz trocken einbauen und trocken halten;
    • Insektenbefall ausschließen, bzw. kontrollierbar halten.

Zum konstruktiven Holzschutz gehört auch, die getrockneten Hölzer während des Transportes und der Lagerung auf der Baustelle gegen Feuchtigkeit zu schützen.

Auch die Holzauswahl gibt dem Planer die Möglichkeit des besonderen Holzschutzes. So genannte Farb-Kernhölzer (z.B. Douglasie) weisen eine höhere Resistenz gegen Pilzbefall auf und werden daher oft als Schwelle einer Außenwand eingesetzt. Kann sichergestellt werden, dass keine höhere Feuchtebelastung als an der übrigen Wandoberfläche auftritt, so kann GK 0 zugrunde gelegt und damit auf den chemischen Holzschutz verzichtet werden.


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Selbst Latten und Schalungen können dann ohne chem. Holzschutz auskommen, wenn der Hohlraum zwischen äußerer Abdeckung des Bauteils und der Dacheindeckung belüftet ist. So kann anfallende Feuchte abgeführt und ein möglicher Pilzbefall ausgeschlossen werden. Aufgrund der relativ kleinen Querschnitte ist von einem Insektenbefall nicht auszugehen.

Wenn die Voraussetzungen für einen Verzicht auf chemischen Holzschutz gegeben sind, sollte aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen auch auf diesen verzichtet werden.

Eine unbelastete Holzkonstruktion bewahrt ein gesundes Wohnklima und ermöglicht nach der baulichen Nutzung eine weitere stoffliche oder thermische Verwendung

(siehe www.rettenmeier.com).