Dämmtechnik

Die meisten alten Häuser sind nicht oder nur unzureichend gegen Wärmeverlust gedämmt. Dadurch geht viel Heizenergie verloren und hohe Heizkosten sind sie Folge.

Mit Hilfe des nachträglichen Einblasverfahrens ist es möglich, auch nachträglich den Wärmeschutz von Wänden, Dächern und Decken zu erhöhen.
Das nachträgliche Einblasverfahren ist eine Technik, bei der das Dämmmaterial, meist Zellulose Flocken, mit hohem Druck in Hohlräume eingeblasen wird.
Das ist bei zweischaligen Aussenwänden, ausgebauten Dachgeschossen, Flachdächer und Geschossdecken möglich.

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Im Gegensatz zur Aussen- oder Innendämmung lässt sich die Kerndämmung bei einem mehrschaligen Wandaufbau wesentlich leichter umsetzen und erzielt im Holzrahmenbau wie bei Modernisierungen optimale, hoch energieeffizente Ergebnisse bei relativ geringer Wandstärke.
Notwendigen Investitionen amortisieren sich schon nach kurzer Zeit.

Wir verwenden in der Regel Zellulosedämmstoffe, Flocken von der Firma “Dämmstatt W.E.R.F. GmbH” für alle Dämmbereiche in einem Haus.

 


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Zellulose-Dämm-Material

Das angenehme Raumklima von Holzhäusern basiert u.a. auf ihrer Wärmespeicherkapazität und der Fähigkeit, Raumluftfeuchte aufzunehmen und wieder abzugeben. Diese für die Raumluftqualität entscheidenden Eigenschaften haben auch die Zellulosedämmstoffe.Da die Konstruktion dampfoffen ausgeführt wird, entsteht keine überhöhte Luftfeuchtigkeit, da die feuchte Innenraumluft durch Dach und Wände nach aussen diffundiert. Das garantiert bestes Wohnklima und vermeidet die Schimmelbildung.

Zellulose ist also diffusions- und atmungsfähig.


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Zusammensetzung:

Die Zellulose-Dämmung besteht aus zerfasertem Altpapier, das gegen Schimmel und Schädlingsbefall geschützt wird. Das Ursprungsmaterial ist somit Holz, das 2-2,5mal soviel Wärmeenergie speichern (c-Wert) kann wie andere Materialien.
Die einzelnen Fasern verzahnen sich bei der Verarbeitung und weisen ein hohes Maß an Dichte auf. 
Das Einblasen in die Hohlräume gewährleistet eine setzungssichere, wind- und fugendichte Dämmung.
Das Zellulosefaserdämmsystem hat sich seit mehr als 70 Jahren in Nordamerika, und seit über 40 Jahren auch in Europa bewährt.


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Weitere Vorteile der Zellulose-Dämmung

- Keine Zuschnittprobleme an Engstellen, Knotenpunkten 
- Spart wertvolle Heizenergie
- Spart Kühlenergie. Bestens geeignet auch für Häuser mit Klimaanlagen
- Hervorragender Schallschutz
- hoher Feuerwiderstand, Zellulose brennt nicht und schmilzt nicht (Sogar bei 1200 Grad Celsius verkohlt der Stoff nur langsam und erlischt sofort nach dem entfernen der Flamme).
- Nachwachsender Rohstoff, natürlich ökologisch
- geringer Primärenergieaufwand (Herstellungsenergie)
- Preisvorteil gegenüber den meisten anderen Produkten

Ökologische Plattendämmstoffe – Holzleichtlehm

Auf Wunsch und nach Budget verwenden wir auch ökologische Plattendämmstoffe im Bereich Dach, Wand, Fussböden und Geschossdecken.

Diese Platten, z.B. Steico Therm bestehen aus Holzfasern, die zu min. 75% aus nachhaltiger Holzwirtschaft stammen. Dieser Werkstoff ist bekannt für seine ausserordentliche Wärmeschutzeffizienz bei direkter Sonneneinstrahlung.

Es gibt sie in allen Stärken und in zwei verschiedenen Beschaffenheiten:

Dämmkeile – weniger biegsam und dafür druckfester (z.B. für Fussböden etc.)

Dämmmatten – weicher und damit gut zum ausstopfen und dämmen in bestehenden Decken (wg. unterschiedlicher Abstände der Balkenlage)

Lehm – Steine und Putze

Eine weitere Möglichkeit, ihr Haus ökologisch zu dämmen, sind Lehm-Steine und Putze. Lehm und Holz sind “wie Bruder und Schwester”.

Sie gewährleisten eine optimale Feuchte- und Wärmeregulierung, sie speichern die Wärme im Winter und sorgen für ein kühles Raumklima im Sommer. Darüber hinaus bieten sie einen guten Schallschutz.