Blockbohlenbau


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Die Blockbohlenbauweise ist eine der ältesten Hausbaumethoden. 

In fast allen Ländern der Erde hat sich der Blockbau weiterentwickelt und bis in unsere Zeit erhalten.

Konstruktionsprinzip beim Blockbohlenbau

Bei der Blockbohlenbauweise werden die Wände Bohle für Bohle aufgeschichtet und an den Ecken durch sogenannte Verkämmungen miteinander verbunden.

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Setzungen in den ersten Jahren

Bei der Konstruktion eines Blockbohlenhauses besonders zu beachten ist der Umstand, dass das Holz in den ersten Jahren nachtrocknet und es so zu Setzungen kommt. Um infolge des Schwindens ein Aufgehen der Fugen zu verhindern, müssen deshalb entsprechende Vorkehrungen getroffen werden (z.B. Einbringen vorgespannter Stahlseile senkrecht zur Fugenrichtung).

Da die Wärmedämmeigenschaften von Holz nicht ausreichend sind, werden moderne Blockbohlenhäuser im Aussenwandbereich meist doppelschalig aufgebaut. Zwischen zwei Blockbohlen-Schalen kann so eine Wärmedämmung eingebracht werden, so dass ein Blockbohlenhaus heutigen Energiespar-Ansprüchen gerecht wird. Einfachwände kommen beim Innenausbau zum Einsatz oder beispielsweise bei der Errichtung von Gartenhäusern.

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Bei den Blockbohlen unterscheidet man drei verschiedene Formen:

Rundstamm-Blockbohle: Die klassische Blockbohlenform. Um die Winddichtigkeit zu gewährleisten werden Ober- und Unterseite der Blockbohle meist eben gefräst und mit doppelter Nut und Feder versehen.

Vierkant-Blockbohle: Die Blockbohlen weisen einen viereckigen Querschnitt auf. Die Blockbohlen sind meist mit doppelter Nut und Feder ausgestattet und verfügen oft über gefaste Kanten.

Lamellen-Blockbohle: Die Blockbohle ist aus mehreren Schichten aufgebaut, die miteinander verleimt werden. Dadurch kann das widerstandsfähigere Kernholz an der Außenseite liegen. Es kommt zu weniger Trockenrissen und einem günstigeren Setzungsverhalten.